Dass man schon mit einer irreführenden Überschrift manipulieren kann, zeigt die Saarbrücker Zeitung. Da wird heute in dicken Buchstaben behauptet "Experten: Es gibt Jobs für 350.000 Zuwanderer". Diese Überschrift erweckt - wohl beabsichtigt - einen ganz falschen Eindruck. Man muss nämlich genauer hinsehen, um herauszufinden, dass dies nur im Idelafall eintreffen würde. Entscheidend ist nämlich folgendes:
1. Die genannte Zahl von Arbeitsplätzen ist nur "quantitativ" vorhanden, aber ob die Zuwanderer sie auch tatsächlich durch entsprechende Qualifikation ausfüllen können, ist eine gnaz andere Frage und sehr unwahrscheinlich.
2. Wenn im vergangenen Jahr etwa 1,1 Millionen Fremde eingewandert sind, aber selbst im günstigsten Fall nur 350.000 Leute einen Arbeitsplatz bekämen, zeigt das gerade, dass zu solch törichten Jubelmeldungen wie in der Saarbrücker Zeitung gerade kein Anlass ist. Bei sorgfältiger Arbeit müsste die Überschrift also lauten : "Theoretisch gibt es Stellen für 350.000 Zuwander". Das wäre die nötige Einschränkung, aber dann wäre es eben nicht mehr die offenbar beabsichtigte Jubelmeldung.
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